Feldbusnetz auf Tiefsee Ölbohrplattform.

450_249_Bohrinsel

 

Die Bohrplattformen müssen dort ihre Position mit Motor-kraft auf wenige Meter genau halten, damit das Bohrgestänge nicht bricht. Für die Betriebszuverlässigkeit der dynamischen Positionsregelung gelten höchste Ansprüche, da bei einem Abdriften der Plattform hohe Umweltschäden und Nutzungsausfälle drohen. Converteam entwarf für die Plattformen von Transocean Sedco Forex ein Steuerungssystem, das höchsten Sicherheitsansprüchen genügt. Neben anderen Sicherheitsvorkehrungen sind die Steuerungskomponenten daher mehrfach redundant ausgelegt und mit störsicheren Lichtwellenleitern vernetzt.

450_OlPlattform_Schaltung

 

Ölbohrplattformen können unterseeische Lagerstätten bis in 3500m Meerestiefe erschließen. Bei flachen Gewässern, wie z.B. im Golf von Mexiko, sind die Plattformen am Meeresgrund fest verankert. Hochseetaugliche Ölexplorationsplattformen müssen ihre Position über dem Bohrloch mit Motorkraft trotz Wind
und Strömung halten können. Die Positionserfassung erfolgt unter anderem satellitengestützt mit GPS und über Sonarbojen am Meeresgrund. Gehalten wird die Position über leistungsstarke, um 360 Grad drehbare Elektromotoren an den vier Ecken der Plattform. Die Steuerung des dynamischen Positionshaltesystems und das zugehörige Feldbusnetz müssen hohe Echtzeit und Zuverlässigkeitsanforderungen erfüllen. Für die Plattformen der Expressklasse von Transocean Sedco Forex entschied sich Converteam für das Feldbusprotokoll FIP und vernetzte die Steuerungskomponenten mit Lichtwellenleiter-Repeatern von Hirschmann.

Projektparameter

  • Positioniergenauigkeit besser als 5 m
  • Maximale Meeresströmung 3,5 Knoten
  • Maximale Windstärke 60 Knoten
  • Maximale Wellenhöhe 9 m
  • Installierte Motorleistung 4 * 7MW
  • Maximale Wassertiefe 3500m

Anforderungen

  • Echtzeitfähiges Bussystem
  • Fehlerüberwachung und Signalisierung
  • Kein Single-Point-of-Failure
  • Fehlertolerantes Steuerungssystem

Lösung

  • Vollständige optischen Vernetzung
  • Feldbussystem World FIP
  • Vier hierarchisch gegliederte Feldbus-Ringe
  • Doppelt ausgelegter, mehrfach vermaschter Ring im dynamischen Positioniersystem
  • Ständige Zustandsüberwachung in doppelt ausgelegten Monitorsystemen
  • 40 LWL Repeater OZD FIP G3 T pro Plattform
  • LWL-Kabel mit Multimode Fasern 62,5 / 125μm
  • Maximale Kabellänge 300m

Warum Hirschmann?

  • Sehr hohe Echtzeitfähigkeit des WorldFIP Feldbusses
  • Ringfähigkeit des Hirschmann LWL-Repeaters
  • Sehr schnelle Umschaltzeit bei Störung im Ring
  • Nutzung des Fehlerkontakts im SCADA-System der Plattform.
  • Bei Survey bestätigter Qualitätsstandard

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