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Belden stattet Verkehrsleitsystem in Darmstadt mit Industrial Ethernet-Technologie von Hirschmann aus

Hochverfügbares Netzwerk mit großer Leistungsreserve

Wir haben gemeinsam mit unserem Partner HSE Technik jüngst das Verkehrsleitsystem in Darmstadt mit einem optischen Ethernet-Netzwerk ausgestattet. Es besteht aus einem Gigabit-Backbonering und acht Subringen, die Fast Ethernet unterstützen. Sowohl die Verkabelung als auch die 84 Switches aus unserem Hirschmann-Produktprogramm sind redundant ausgelegt. MRP (Media Redundancy Protocol) und HIPER-Ring ermöglichen Umschaltzeiten von weniger als 200 Millisekunden. Somit garantiert dieses Layer 2-Netzwerk maximale Ausfallsicherheit.

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Die über 140 Lichtwellenleiterstrecken haben zusammen eine Länge von mehr als 60 Kilometern und erstrecken sich über die gesamte Stadt. In den Subringen werden die Daten über Multimodefasern, die bereits ab 1990 installiert worden waren, übertragen. Der Backbonering hat Singlemodefasern, die auch bei allen zukünftigen Strecken verwendet werden. Somit ist das Netzwerk auch für zukünftige Applikationen wie etwa Videoüberwachung oder eine adaptive Verkehrssteuerung bestens gerüstet.

Der Rechnerverbund des Verkehrsleitsystems besteht aus einem Betriebsführungsrechner im Straßenverkehrs- und Tiefbauamt sowie jeweils einem Gebietsrechner in den Abschnitten Nord und Süd, an die rund 170 Signalanlagen angeschlossen sind. Die Daten dieser Anlagen wurden früher seriell an die übergeordneten Knoten übertragen, die aus Hubs bestanden, die via Token Ring miteinander verbunden waren. Da Redundanzmechanismen fehlten, führte schon ein Defekt im Ring dazu, dass alle angeschlossenen Endgeräte vom Betriebsführungsrechner getrennt wurden. Zudem waren die Fehlersuche und der Reparaturaufwand zeitintensiv und teuer.

Deshalb entschied sich unser Partner HSE Technik für ein durchgängiges Ethernet-Netzwerk, das gemäß dem Entwurf der Norm EN 50173-3 geplant wurde und eine Datenkommunikation via Standard-Ethernet nach IEEE 802.3 ermöglicht. Der Distributor Hopf und das Competence Center von Hirschmann unterstützten das Unternehmen sowohl bei der Planung des Netzwerks als auch bei der Montage und Konfiguration der Hard- und Software.

Die aktiven Komponenten müssen hohe Verfügbarkeit gewährleisten, kompakte Abmessungen haben und rauen Umgebungsbedingungen standhalten. Zudem war gefordert, dass sie sich – ebenso wie die Endgeräte – zentral konfigurieren und überwachen lassen. Mit Blick auf das Netz kam es auf Rundumschutz vor Attacken und einen sicheren Zugriff via Internet an. Deshalb fiel die Wahl auf Ethernet-Technologie von Hirschmann, die sich schon in zahlreichen Automatisierungsanwendungen bewährt hat, genauer: modulare MACH4000-Backbone-Systeme und Hutschienen-Switches MS20/MS30, sowie eine EAGLE20-Firewall und die Netzwerkmanagement-Software Industrial HiVision.