Wasseraufbereitungsanlage Angers - Die größte Ultrafiltrationsanlage in Europa.

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Außer für die Wartung wird überhaupt kein chemisches Reaktionsmittel eingesetzt. Mit diesem Verfahren kann sehr reines Wasser ohne unangenehmen Geschmack oder schlechte Gerüche erzeugt werden. Hirschmann positioniert sich mit großem Einsatz für Anwendungen dieser Art und liefert in diesem Rahmen beispielsweise Ethernet-Komponenten für den Standort Ile de Bourg, die Wassererzeugungsanlage für die Stadt und den Großraum Angers, das heißt für 260.000 Einwohner. DEGREMONT war mit seinem Verfahren CRISTAL mit der Realisierung dieser Anlage beauftragt worden, während JURET die Stromnetze, die Datennetze sowie die Sicherheitstechnik der Gebäude eingerichtet hat.

450_Angers_Schaltung

 

Mit der Ultrafiltration werden die Mikroschadstoffe nicht mehr chemisch beseitigt, sondern physisch extrahiert. Das Wasser durchläuft eine Vielzahl vertikaler Fasern
oder Membranen, die im Innern eines Rohrs angeordnet sind. Die Wände jeder dieser Fasern sind von einer Vielzahl mikroskopischer Poren durchbrochen. Das bei niedrigem Druck (ca. 1 bar) ablaufende Verfahren ermöglicht, Partikel von 0,01μm zurückzuhalten. Eine gute Regelung der Durchflussmenge ist entscheidend dafür, dass die Membranen nicht beschädigt werden.

Projektparameter

Schlüsselkriterien der Anlage sind: quasi Echtzeit-Betrieb und Redundanz des Netzwerks. Das Werk verfügt über eine Filtrationsfläche von 45.000 m², verteilt auf 15 Blöcke von 24 Modulen, deren Betrieb sorgfältig von 15 Automaten und einem über Ethernet gesteuerten Automaten geregelt wird, der für die Regelung der Pumpe zuständig ist.

Anforderungen

3.500 Informationen (Durchflussmengen, pHWerte, Rest-Cl2-Gehalt, Trübung, ...) werden alle 500 ms über Ethernet aktualisiert, das die in einigen Fällen redundanten Automaten verbindet. Mehrere Echtzeit-Regelungen sind für den fehlerfreien Betrieb verantwortlich. Wie bei den elektrischen Netzen (mit Dreifach-Redundanz) und der abgesicherten Wasserversorgung ist eine sehr hohe Verfügbarkeit des Datennetzes gefordert.

Lösung

Ein optischer Ring basierend auf MICE 2000

  • MICE-Rings mit 100 Mbits/s (Modbus TCPIP) über die gesamte Anlage mit HIPERRing-Redundanz für die hoch verfügbare Kommunikation der verschiedenen Anlagenprozesse
  • Zusätzlich mit optischer 2-km-Antenne ausgestattet, für die Überwachung und Steuerung des entfernten Schlammbehandlungsprozesses

Warum Hirschmann?

  • Bewährte Lösungen garantieren die Verfügbarkeit des Netzwerks und die einfache Umsetzung und Anwendung
  • Freigabe der Architektur im Vorfeld durch die Teams von Hirschmann France
  • Modulares MICE-Konzept: geringere Wartungskosten und einfache Weiterentwicklung des Netzwerks. Bei Störungen in einem Segment sind Eingriffe deutlich weniger zeitkritisch.

„Mit dem gesamten Netzwerk werden 3.500 Informationen gleichzeitig verarbeitet und dabei alle 500 ms aktualisiert. Diese Daten ermöglichen die Umsetzung einer
fortschrittlichen Überwachung und Steuerung, die für den reibungslosen Betrieb der Anlage und insbesondere für die Ultrafiltration gebraucht wird, denn sie erfordert in der Tat eine in Echtzeit geregelte Durchflussmenge ohne jedes Risiko von Unterbrechungen. Wir haben auf die Lösungen und das Know-how von Hirschmann gesetzt, um eine Architektur zu entwickeln, die diesen Zielsetzungen gerecht werden kann. Unsere Anlage erfüllt diese Verfügbarkeitsziele voll und ganz“, betont Herr Saunin von der Firma JURET.