Trinkwasserherstellung in Toulouse.

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Die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser ist dicht besiedelten Gebieten Europas, wie z.B. in der südfranzösischem Stadt Toulouse, eine schwierige Aufgabe. Toulouse bezieht sein Wasser aus dem Fluß Garonne, der von Zuflüssen aus dem Zentralmassiv und den Pyrenäen gespeist wird. Das Flusswasser muss aufbereitet werden, um Trinkwasser Qualität zu erreichen.

Dafür müssen eine Vielzahl von Standards erfüllt werden, darunter Reinheitsanforderungen, Grenzwerte für organische Bestandteile, Schwermetalle, Lösungsmittel, Pestizide oder schädliche Keime. Darüber hinaus soll das Wasser weich sein und einen angenehmen Geschmack haben. Toulouse betreibt zwei Wasserwerke mit einer Kapazität von 250000m³ pro Tag um über ein 1320 km langes Leitungsnetz die örtliche Industrie und die Bewohner zu versorgen. Der tägliche Wasserbedarf jedes Bürger beträgt 280l und steigt jährlich um 8%.

Die Sicherstellung der Wasserqualität ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Dazu wird der Aufbereitungsprozess ständig überwacht und mit modernen Automatisierungsgeräten gesteuert. Erste Wahl für die Datenübertragung ist wegen der Ausdehnung der Anlagen Lichtwellenleitertechnik. Hirschmann lieferte zum FIP I/O Netzwerk in den Wasserwerken bei Clairfont und Pech-David die Lichtwellenleiter Umsetzer.

450_Toulouse_Schaltung

 

Die Garonne ist im Wesentlichen durch drei Hauptverursacher belastet: organisches Material durch Landwirtschaft (30%), Verunreinigungen durch die Papierindustrie (25%) und die chemische Industrie (16%). Mit Vorwarnsystemen wird der Fluss diesbezüglich überwacht und bei Überschreitung von Grenzwerten
die Wasserentnahme gestoppt. Im regulären Betrieb erfolgt die Wasseraufbereitung in mehreren Stufen. Rohwasser wird an tiefen Stellen des Flussbetts abgepumpt und auf dem Weg zum Wasserwerk von groben Verunreinigungen befreit. Dort durchläuft das Wasser zuerst eine Vorchlorstufe, in der hauptsächlich der Gehalt an
Eisen und Mangan reduziert wird. Im nächsten Prozessschritt werden kolloidale Schwebstoffe durch Zugabe des Flockungsmittels Aluminiumsulfat ausgefällt. Nach der Zusammenballung der Schwebstoffe können sie sich in einem Dekanter absetzen. Im letzten Reinigungsschritt wird das Wasser durch eine 100m² große und
1,1m dicke Sandschicht geleitet. Nun erfolgt zur Stabilisierung des gereinigten Wassers eine Desinfektion. Eingangs wurde das Wasser bereits mit Chlor behandelt und jetzt noch mit Ozon behandelt, das vor Ort mit dielektischen 20kV Generatoren erzeugt wird. Zuletzt wird der Kalkgehalt des Wassers eingestellt um eine stabile
Wasserhärte zu gewährleisten.

Projektparameter

  • Wasserführung der Garonne: 40 bis 3300 m³/s
  • Anzahl der Reinigungskaskaden: 2
  • Kapazität jeder Kaskade: 50000 m³/d
  • Förderleistung jeder Pumpe: 2200 m³/h
  • Anschussleistung pro Pumpe: 750 kW

Anforderung

  • Steuerung über schnelles und echtzeitfähiges Bussystem
  • Störsichere Datenübertragung im Automotisierungsnetzwerk
  • Hohe Verfügbarkeit des Steruerungssystems

Lösung

  • Steuerung basierend auf FIP I/O, Industriebewährte Lichtwelllenleiter Umsetzer von Hirschmann,
  • Redundanz über Verdoppelung des gesamten Steuerungssystems

Warum Hirschmann?

  • LWL-Umsetzer gemäß WorldFIP Standard,
  • Zweiport Umsetzte für Linienfähigkeit,
  • Partner des Steuerungslieferanten Groupe Schneider
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Wassserwerk in Peche-David bei Toulouse

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Redundante Steuerung mit LWL Umsetzern